iiRDS Best Practice Beispiel: EMPOLIS und plusmeta

Fabienne Lange von

Funktionsweise

Wie kann Zulieferdokumentation in moderne Anwendungen, wie Content Delivery Portale, mithilfe von iiRDS integriert werden? Dieser Frage sind wir gemeinsam mit EMPOLIS nachgegangen. Unsere gemeinsame Lösung haben wir in einem iiRDS Best Practice Beispiel festgehalten.

Der Ablauf sieht dabei folgendermaßen aus: Die Zulieferdokumente werden in plusmeta mit Metadaten klassifiziert und als iiRDS-Paket an das Content Delivery Portal EMPOLIS Service Express ausgeliefert. Hier wird die Zulieferdokumentation zielgerichtet zugänglich gemacht.

Wie genau dieser Prozess aussieht, ist im iiRDS Best Practice Example von EMPOLIS und plusmeta beschrieben:

PDF

Die Schwierigkeit: Bestandsdaten ohne Metadaten

Die Schwierigkeit dabei ist, dass Zulieferdokumentationen in der Regel als unklassifizierte PDF-Dokumente vorliegen. Wie auch Bestandsdokumentation sind sie so von modernen, metadatengesteuerten Informationsprozessen ausgeschlossen.

Mithilfe von plusmeta werden die PDFs automatisch mit iiRDS-Metadaten angereichert und als iiRDS-Paket verpackt. Dabei kommt ein einfacher Schritt-für-Schritt-Workflow zum Einsatz, der Benutzer gezielt in die Abnahme der KI-generierten-Metadaten integriert.

Die mit Metadaten angereicherten PDFs können durch den Einsatz von iiRDS zwischen den Systemen (plusmeta und EMPOLIS Service Express) ausgetauscht werden.
Im Content Delivery Portal EMPOLIS Service Express steht die Dokumentation schließlich Benutzern, wie beispielsweise Servicetechnikern, gezielt über Suchfacetten zur Verfügung.

Weitere iiRDS Best Practice Beispiele findet ihr auf der iiRDS-Website.

Landtagsabgeordnete zu Besuch im plusmeta-Büro

plusmeta GmbH von

Bild: Besuch bei plusmeta

Dr. Ute Leidig und Alexander Salomon, Abgeordnete der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg, haben dem plusmeta-Büro einen Besuch abge­stattet, um das junge Unternehmen besser kennenzulernen und über die Rahmenbedingungen für Startups zu diskutieren.

Nachdem die Fraktion Glückwünsche für die gewonnene Auszeichnung der Allianz Industrie 4.0 übermitteln lies, folgten Leidig und Salomon der Einla­dung von Geschäftsführer Jan Oevermann in das Karlsruher Büro.

Mit dem besonderen Fokus auf Karlsruher Startups, die sich mit Digitali­sier­ungs­themen beschäftigen, haben die beiden Abgeordneten den direkten Kontakt in die lokale Wirtschaft gesucht. In einem konstruktiven Gespräch wurden die Themen Förderung, Finanzierung und Kooperation diskutiert.

Insbesonders die Frage, wie die Rahmenbedingungen für junge Unternehmen verbessert werden können, hat die Vertreter der Karlsruher Wahlkreise inter­essiert. Dabei wurden wirtschaftliche Inititativen auf Landesebene sowie deren Nutzen für die Technologieregion Karlsruhe besprochen.

Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation wurde den grünen Landtags­abge­ordneten die KI-basierte Software anhand einer Demonstration vorgeführt. Ein Rundgang durch die gemeinsamen Büroräume von plusmeta und ICMS rundeten den gelung­enen Besuch ab.

plusmeta als Leuchtturmprojekt zur Industrie 4.0 im Land ausgezeichnet

plusmeta GmbH von

Screenshot aus Laudatio

Die plusmeta GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist am 3. August 2020 als einer der „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ aus­gezeichnet worden und zählt damit zu aktuell 13 Leuchtturmprojekten im Land. Die von Wirtschafts­ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut überreichte Ehrenurkunde trägt den Text: „Das Land Baden-Württemberg spricht dem Unternehmen für diese hervorragende Inno­va­tions­leistung Dank und Anerkennung aus“.

Im Rahmen des Wettbewerbs sucht die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg nach Ideen aus Wirtschaft und Wissenschaft, die das Potenzial von Industrie 4.0 voll ausschöpfen. Neben innovativen Ideen geht es dabei auch um praxis­rele­vante Themen für die Industrie 4.0. Damit konnte plusmeta die Expertenjury im Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz“ überzeugen.

Videobotschaft von Staatssekretärin Katrin Schütz

Bei der Auszeichnung war in diesem Jahr Kreativität gefragt: Denn die feierliche Urkundenverleihung in Form einer Laudatio von Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, konnte in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie so nicht stattfinden.

Stattdessen erhielten die Gewinner ein personalisiertes Video, in dem Schütz das eingereichte Projekte erklärt und dem Unternehmen gratuliert: „Herzliche Glück­wünsche an die plusmeta GmbH für diese Innovation und zur Auszeichnung für einer der 100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“.

Fokusthema Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz zur Erkennung von semantischen Strukturen - das ist der Titel des eingereichten Projekts, der auch auf der 100-Orte-Glasplakette steht, die ab jetzt das Karlsruher Büro von plusmeta ziert. Damit war plusmeta ein idealer Kandidat für das diesjährige Fokusthema Künstliche Intelligenz.

Zum Fokusthema KI sagt Katrin Schütz in der Pressemitteilung zur aktuellen Auszeichnungsrunde: „Baden-Württemberg ist Vorreiter bei zukunftsweisenden Technologien wie der Künstlichen Intelligenz und der Umsetzung von innovativen Ideen für die Industrie der Zukunft. Mit der Auszeichnung wollen wir gerade kleine und mittlere Unternehmen motivieren, die realen Chancen durch Industrie 4.0 aktiv anzugehen“.

„Die Industrie 4.0 ist auf intelligente Inhalte mit Metadaten und Struktur ange­wiesen“, so Dr. Jan Oevermann, Geschäftsführer der plusmeta GmbH. “Die Aufbereitung der Inhalte, stellt jedoch einen enormen Aufwand dar. Unsere Software kann diesen Aufwand abnehmen und sorgt so dafür, dass die Daten bestens vorbereitet sind.”

Allianz Industrie 4.0

Die Allianz Industrie 4.0 ist ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk, deren Koordinierungsstelle beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt ist. Ihr Ziel ist es, den industri­ellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 unterstützend zu begleiten, indem die Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommuni­kations­technik gebündelt werden.

Der Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ soll dabei helfen, indem Beispiele aus Industrie und Wissenschaft im Land als „Leuchttürme für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ anderen Unternehmen präsentiert werden. Alle ausgezeichneten Unternehmen werden in einer Landkarte auf der Website der Allianz Industrie 4.0 präsentiert.

Karlsruhe als KI-Maschinenraum

Unter den 13 Preisträgern befinden sich gleich drei Unternehmen aus Karlsruhe. So gratulieren wir auch den Kollegen von thingsTHINKING und Qymatix Solutions zur Auszeichnung. Der Standort Karlsruhe behauptet sich damit ein weiteres Mal als KI-Maschinenraum, in dem innovative und industrienahe Softwarelösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz entwickelt werden.

Wir freuen uns über die Anerkennung und fühlen uns motiviert, die plusmeta-Plattform weiter auszubauen, um unseren Kunden echte Industrie-4.0-Lösungen zur ermöglichen. :rocket:

DiTraNo - Die digitale Transformation der Normung

Fabienne Lange von

DiTraNo-Logo

Die digitale Transformation ist als sogenannter Megatrend eine Herausforderung, die zurzeit viele Branchen beschäftigt. Auch die Normung muss sich vermehrt mit dem Thema beschäftigen, wie Technische Regeln digitalisiert und in datenbasierte Prozesse eingebunden werden können. Gemeinsam mit weiteren Unternehmen arbeitet plusmeta im Forschungsprojekt DiTraNo an diesen Fragestellungen.

DiTraNo ist ein vom BMWi gefördetes WIPANO-Projekt, mit dem Ziel der struk­turierten Ersetzung, der semantischen Anreicherung und der Standardisierung der Verwaltung sowie der Auswahl technischer Einstellungen. Unter Federführung der DKE forscht das Projektteam seit Anfang diesen Jahres und hat bereits erste Fortschritte erzielen können.

Neben plusmeta sind die Forscher des Fraunhofer IAIS, die Anforderungs-Spezialisten von Qualicen und die Content-Management-Experten von ICMS an der Realisierung beteiligt.

Die Herausforderungen der Zukunft

Auch wenn Studien den Nutzen von Technischen Regeln (z. B. Normen) für die deutsche Wirtschaft klar belegen, sehen sich diese mit neuen und veränderten Ansprüchen konfrontiert. Sowohl die Anforderungen aus Prozessen als auch die Erwartungen der Nutzer, haben sich durch die Digitalisierung stark gewandelt. Produkte und Dienstleistungen sollen schnell und individuell verfügbar sein; Informationen leicht zugänglich und digital abrufbar.

Das in Technischen Regeln niedergeschriebene Wissen muss sich daher in Unternehmensprozesse und Engineering-Systeme schneller und einfacher integrieren lassen. Dieses Knowhow wurde bisher primär durch Mitarbeiter in Prozesse und Systeme übertragen. Das ist sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch aus Industrie-4.0 und IoT-Sicht heutzutage nicht mehr sinnvoll.

Metadaten für die maschinelle Interpretierbarkeit von Normen

Doch wie werden Normen maschineninterpetierbar? Die Antwort darauf lautet: Metadaten! Metadaten sind einfach ausgedrückt Daten über Daten. Einfache Beispiele dafür sind der Name des Autors, das Erstellungsdatum, die Sprache etc. Allerdings können Sie auch den Inhalt eines Dokuments, eines Absatzes oder eines Satzes beschreiben.

Bei einer Norm können so einem speziellen Abschnitt der Normungsgegenstand (z. B. Geschirrspüler) und das Verbindlichkeitsmerkmal der Anforderung (wie z. B. Muss, Soll, Kann) zugewiesen werden. Die zusätzlichen Metadaten können durch Maschinen interpretiert und genutzt werden, um damit die Normen­recherche zu verbessern oder automatisch Abhängigkeiten zu erkennen und neue Schlüsse zu ziehen.

DiTraNo-Metadaten

Was hat plusmeta und die Technische Kommunikation damit zu tun?

Die Technischen Kommunikation setzt bereits Verfahren und Formate ein, um technische Dokumente digital, austauschbar und maschinen­interpretierbar zu machen. So existiert mit iiRDS ein Standard, durch den Inhalte und zugehörige Metadaten einfach ausgetauscht werden können. Gleichzeitig eignen sich die Verfahren der plusmeta-Plattform dazu, Metadaten in Dokumenten automatisch zu erkennen und iiRDS-Pakete zu erstellen.

Im DiTraNo-Projekt wird auch untersucht, ob die auf Technische Dokumen­tation spezialisierten KI-Verfahren der plusmeta-Plattform auch für andere Textsorten gute Ergebnisse liefern. Technische Regeln und Normen liegen hier als verwandte Inhaltsart nahe, da sie ebenfalls einen strukturierten Aufbau, technischen Content und standardisierte Formulierungen enthalten.

Austauschformat

Als weitere Zielsetzung des Projekts, sollen die mit Metadaten angereicherten Normen-Dokumente system- und organisations­über­greifend ausgetauscht werden können. Ein Beispiel dafür ist die Übertragung in ein Content-Delivery-Portal, um Nutzern einen gezielten Zugriff auf spezifische Inhalte anbieten zu können. Ein weiterer Anwendungsfall ist der strukturierte Austausch von Normeninhalten mit anderen Organisationen (wie z. B. Verlagen).

Mit iiRDS besteht bereits eine erprobte Grundlage für ein Austauschformat von technischen Dokumenten und deren Metadaten. Um das Informations- und Meta­daten­modell den Anforderungen von Technischen Regeln anzupassen, wird im Rahmen des DiTraNo-Projekts eine Art iiRDS-Erweiterung für den Normungs­bereich entwickelt (eine sog. Domain, wie sie z. B. schon für den Maschinenbau oder die Software-Branche existiert).

Bild: SummerCON

Fazit

Das DiTraNo-Projekt zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Verfahren auf neue Anwendungsbereiche angepasst und optimiert werden können. Technische Regeln und Technische Dokumentation können als verwandte Textsorten voneinander lernen und profitieren. Der bereichsübergreifende Austausch setzt neue Impulse und fördert die Kooperation.

Im Rahmen des Forschungsprojekt kann plusmeta zeigen, dass die flexible Plattform-Logik auch den Einsatz in Gebieten außerhalb der Technischen Dokumentation zulässt. Durch die Bereitstellung flexibler Schnittstellen und ein iiRDS-basiertes Metadatenmodell können die Inhalte der Normung reibungslos verarbeitet und intelligenter gemacht werden. Angewandte KI ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation in der Normung.

Chatbot-Vortrag bei der tekom SummerCON

Fabienne Lange von

Bild: SummerCON

tekom SummerCON ist heute gestartet!

Heute, am 22.06.2020, ist die tekom SummerCON gestartet! Und auch wir sind an einem Fachvortrag beteiligt: “Wie unsere Doku sprechen lernte - Doku mal eben für den Chatbot nutzen, geht das?”.
So lautet der Titel des Vortrags, den wir gemeinsam mit ICMS, parson und Endress+Hauser am 25. Juni um 17:00 Uhr halten.

Die Online-Konferenz findet vom 22.-25. Juni statt und ist für tekom-Mitglieder kostenlos. In über 20 Live-Webinaren und Tool-Präsentationen bringen Branchenexperten Sie so auf den neuesten Stand der Technischen Kommunikation.

Unser Fachvortrag zur Erstellung eines Chatbots für Technische Dokumentation

Hintergrund unseres Fachvortrags ist ein gemeinsames Projekt von Endress+Hauser, Parson, BOTfriends, ICMS und plusmeta. Dabei wurden für das iiRDS Café auf der tekom-Jahrestagung 2019 Dokumentationsinhalte von Endress+Hauser mit iiRDS-Metadaten bestückt und für einen Chatbot aufbereitet. Der dabei entstandene iiBot gibt Servicetechnikern passende Anweisungen auf akute Fragestellungen.

Im Vortrag wird das Konzept und die Implementierung des Bots erläutert. Dabei wird auch erklärt, wie die Daten in plusmeta für den Chatbot aufbereitet wurden. Abschließend soll aber natürlich auch die Titelfrage beantwortet werden: “Doku mal eben für den Chatbot nutzen, geht das?”

Bild: iiBot