plusmeta gewinnt beim Ideenwettbewerb DIN Connect 2020

Fabienne Lange von

Bild: Gewinner

Im Februar 2020 hat der von DIN und VDE|DKE ins Leben gerufene Ideenwettbewerb DIN-Connect die 18 Gewinner bekanntgegen - und wir sind einer davon! In einem mit 35.000 € geförderten Projekt wird im kommenden Jahr das Thema “meta² - KI-Prozesssicherheit mit Metametadaten” bearbeitet.

DIN-Connect

Das Programm DIN-Connect gibt es bereits seit 2016. Dabei steht die Förderung von Innovationen im Vordergrund, insbesondere Projekte, die sich mit der Standardisierung im Umfeld moderner Technologien beschäftigen. Die Gewinner des jährlich stattfindenden Ideenwettbewerbs werden ein Jahr lang mit einer Summe zwischen 10.000 und 35.000€ gefördert und erhalten beratende Unterstützung von DIN oder DKE.

Der Pitch

Am 7. November 2019 fand nach einer Vorauswahl der bei DIN-Connect 2020 eingereichten Projekte der Pitch im E-Werk in Berlin statt. 33 BewerberInnen nutzten die Gelegenheit in 3-Minuten Pitches die Fachjury von Ihrer Idee zu überzeugen. Die Atmosphäre in der schicken, ehemaligen Industriehalle war angenehm aber auch angespannt, denn in kurzer Zeit musste vor sichtbar laufendem Timer ein überzeugender Pitch abgeliefert werden.
Direkt im Anschluss durften die Zuschauer schon einen ersten Publikumssieger wählen: Die Firma cirplus, die einen globalen B2B-Marktplatz für recycelte Kunststoffe aufbauen möchte. Die übrigen Teilnehmer mussten sich nach dem Event erst mal gedulden, da die Beiträge nun von einer Fachjury bewertet wurden.

Unser Gewinnerprojekt: meta² - KI-Prozesssicherheit mit Metametadaten

Das Projekt, an dem wir nun mit Unterstützung der DKE arbeiten, hat das Ziel einen Standard zum Thema Metadaten in der Industrie 4.0 zu entwickeln. Dabei dreht sich alles um Metadaten im Quadrat: Metadaten über Metadaten, also sozusagen Metametadaten.

Ziel des Vorhabens ist die Erstellung einer sogenannten VDE SPEC. Das ist eine Vorstufe zu einer Norm, die jedoch weniger Anforderungen entsprechen muss und im Schnellverfahren veröffentlicht werden kann. Diese Form des Standards eignet sich daher perfekt für moderne und sich schnell bewegende Themen. Das entstehende Regelwerk soll ein standardisiertes Modell für Metadaten über Metadaten abbilden.

Die Idee

Schauen wir uns zunächst die Ausgangslage an: Mit der wachsenden Popularität KI-getriebener Prozesse zur automatisierten Bewertung, Klassifizierung und Gruppierung von Daten, steht die Industrie vor der Herausforderung, diese von Maschinen erzeugten Metadaten zu verwerten und von manuell erzeugten Metadaten zu unterscheiden.

Um nachweisen zu können woher beispielsweise die Metadaten stammen oder Informationen über ihre Konfidenz zu erhalten sind Metadaten über die Metadaten notwendig. Zwar gibt es standardisierte industriebezogene Metadatenmodelle (z.B. tekom iiRDS; VDI-Richtlinie 2770), Regelwerke zu Metametadaten sind jedoch meist abstrakt und ohne direkten Bezug zur Industrie.

Aktuell gibt es vereinzelte Systeme, die jeweils eigene Ansätze zur Lösung des Problems einsetzen. durch proprietäre Formate können diese Daten jedoch nicht verlustfrei ausgetauscht werden. Durch eine Standardisierung kann großes Potenzial für die Austauschbarkeit von KI-erzeugten Metadaten freigeschaltet werden und dadurch Industrieprozesse sicher und effizient gestaltet werden.

Bild: Metadaten²

Aktueller Stand

Da das Projekt erst vor wenigen Wochen gestartet ist, sind wir aktuell dabei umfangreiche Anforderungen zu sammeln und uns einen Überblick darüber zu schaffen, welche Vorgehen in diesem Bereich bereits erfolgreich angewendet werden.

Im Rahmen dessen sind wir aktuell auf der Suche nach Industriepartnern, die datengetriebene Prozesse in Zusammenhang mit KI meistern müssen, dabei aber die Prozesssicherheit nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Klingt spannend? Dann meldet Euch bei uns per Mail: hallo@plusmeta.de