Deep Learning in plusmeta - Das Forschungsprojekt DEEEP

Eva-Maria Meier von

Teaserbild Deeep

DEEEP steht für „Deep-Learning-Erweiterung der plusmeta-Plattform für die Erkennung und Extraktion von Produktwissen“. Dank einer Landesförderung können wir dieses neue Forschungsprojekt angehen. Unseren Forschungsgegenstand und die Ziele des Projekts stellen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag vor.

KI made in BW

Mit dem Innovationswettbewerb „KI made in BW“ fördert das Land Baden-Württemberg kleine und mittelständische Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen und gibt dem Technologiestandort Baden-Württemberg damit ordentlich Auftrieb. Wir freuen uns, dass wir mit plusmeta und unserem Vorhaben überzeugen konnten. Im Juli haben wir davon schon kurz berichtet.

Die Grafik zeigt das Logo des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Die Förderung gibt uns die Möglichkeit, neue KI-Methoden zu implementieren. Im „Geschäftsalltag“ fallen Projekte mit derartigen Innovationssprüngen in der Regel Zeitdruck und Budgetgrenzen zum Opfer.

Jetzt haben wir die Chance richtig in das Thema einzutauchen und aktuelle Forschungsergebnisse einzubringen. Natürlich bleiben wir dabei immer praxisverbunden und denken Anwendungsmöglichkeiten für unsere Kunden mit. Dementsprechend startet unser Projekt auch mit einer Anforderungsanalyse.

Worum geht es im Forschungsprojekt? - Datenbasis für Industrie 4.0 schaffen

Die Technische Dokumentation zu Produkten enthält wichtige Informationen für die sichere und effiziente Anwendung, Pflege und Wartung. Heute sind diese Informationen in der Regel nur für Menschen lesbar in Prosatexten versteckt. Dem gegenüber steht die Herausforderung, dass sämtliche Industrie-4.0-Szenarien auf der Verfügbarkeit maschinell verarbeitbarer Informationen und Produktdaten basieren.

Dokumente werden von der KI analysiert und das Wissen wird automatisiert extrahiert. Dadurch kann es maschinenlesbar bereitgestellt und in modernen Anwendungen genutzt werden.

Das Anreichern mit maschinenlesbaren Informationen (Metadaten) bei der Erstellung ist in vielen Bereichen noch nicht angekommen. Die manuelle Nachbearbeitung von Bestandsdaten ist wirtschaftlich oft nicht tragbar. plusmeta bietet heute schon verschiedene Methoden, diese Aufgabe automatisiert mit KI-Unterstützung zu bewerkstelligen. Mit den im Rahmen von DEEEP geplanten Entwicklungen, wird die Datenaufbereitung mit Metadaten noch effizienter und funktional erweitert.

Die plusmeta-KI-Methoden werden um die KI-Methode Deep Learning erweitert.

Innovation: Deep Learning für die Technische Kommunikation

DEEEP erweitert das Portfolio der KI-Methoden um „Deep Learning“. Deep Learning ist eine junge Disziplin innerhalb des Machine Learnings. Dabei werden dem menschlichen Gehirn nachempfundene neuronalen Netze aufgebaut. Deep Learning eröffnet für plusmeta die Möglichkeit, zentrale neue Features mit deutlichen Verbesserungen einzuführen.

In der Technischen Kommunikation findet Deep Learning für die Klassifikation von Inhalten bisher nur in Forschungskontexten Einsatz. Mit der plusmeta-Erweiterung wird Deep Learning auch für Praktiker zugänglich.

Mit dem Vorhaben werden drei Ziele verfolt. Der Initialaufwand soll gesenkt werden, Bilder sollen verarbeitet werden können und Vorhersagengenauigkeit soll gesteigert werden.

Initialisierungsaufwände senken

Wer aktuell Machine Learning in plusmeta nutzen möchte, trainiert zunächst manuell ein Machine-Learning-Modell. Für jeden vorherzusagenden Wert ist dabei eine kritische Menge an händisch klassifizierten Dokumenten nötig. Bei Deep Learning können wir auf vortrainierten Modellen aufsetzen und auch unüberwachte Trainingsmethoden integrieren. Beispielsweise sind für die Datenexploration Verfahren denkbar, die ohne Vortraining auskommen (Clustering). Außerdem ist durch die Kombination verschiedener KI-Methoden ein Vorschlagswesen für zuweisbare Metadaten denkbar.

Verarbeitbare Medien erweitern

Mit Deep Learning Modellen können neben Texten weitere Medien analysiert werden. plusmeta soll zukünftig in der Lage sein, Bilder zu interpretieren und zu klassifizieren. Ziel ist es, unterscheiden zu können, um welche Grafikart es sich handelt. Zeigt das Dokument einen Elektroschaltplan, eine isometrische Produktansicht oder einen Hydraulikplan?

Vorhersagegenauigkeit steigern

Deep Learning ermöglicht ein tiefergehendes Verständnis der Inhalte. Die Erwartung liegt daher nahe, dass mit Deep Learning die Klassifikation noch zielsicherer funktioniert. Auch kundenübergreifend nutzbare Modelle sind dabei denkbar.

Synergie aus Forschung und Praxis

Unsere Ziele können wir nur erreichen, wenn wir ausreichend Trainings- und Testdaten haben. Die besten Ergebnisse erzielen wir sicher, wenn wir direkt mit realistischen Industriedaten arbeiten.

Unternehmen, deren Daten wir im Forschungsprojekt nutzen dürfen, bekommen bereits in einem frühen Stadium Einblicke in unsere Forschungsergebnisse. plusmeta-Kunden, die eine Datenpartnerschaft mit uns eingehen, dürfen Entwicklungen, die im Rahmen des Projekts entstehen, vor allen anderen testen und einsetzen.

Sie sind neugierig geworden? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an hallo@plusmeta.de!

6 Expertenfragen zur VDI 2770

Eva-Maria Meier von

FAQ zur VDI 2770

Die VDI-Richtlinie 2770 liefert einen Standard für den digitalen Informations­austausch in der Prozess­industrie. Nachdem wir Ihnen im ersten Teil unserer Blogserie die Basics gezeigt haben, beantworten wir im zweiten Teil tiefergehende, komplexere Fragen. Diese Fragen sind uns begegnet, wenn wir in Kundenprojekten tiefer in die automatisierte Paketerstellung eingetaucht sind.

Eckpfeiler der VDI 2770 in Kürze

Wenn Sie den genauen Aufbau von VDI 2770 noch nicht kennen, empfehlen wir Ihnen den ersten Teil unserer Blogserie. Für Eilige fassen wir die wichtigsten Punkte hier kurz zusammen:

  • Die VDI-Richtlinie 2770 beschreibt ein Containerformat und ein Metadatenmodell zur Klassifizierung von Dokumenten.
  • Die Dokumentationscontainer beinhalten neben Dokumentcontainern die sogenannten Hauptdokumente als Inhaltsübersicht und zur Aufnahme der entsprechenden Metadaten.
  • Die Dokumentcontainer klammern die Metadaten-Datei, das Dokument selbst und optionale weitere Formatvarianten.
  • Um einen gezielten Informationszugriff zu ermöglichen, ist die Einordnung in eine von 12 Dokumentkategorien und das Herstellen eines eindeutigen Produktbezugs bindend.
  • Die Metadaten auf Dokument- und Dokumentationscontainer-Ebene werden in XML-Dateien gespeichert.
  • Die Container können verschachtelt sein. Die Verschachtelung erfolgt analog zum Produktaufbau.

Ein VDI-2770-Dokumentationscontainer, der 2 Dokumentcontainern und das Hauptdokumenten als PDF/A und XML enthält.

Das Informationsmodell der VDI 2770 – alle Metadaten im Überblick

Steigt man tiefer in das Thema „VDI 2770“ ein und fokussiert die automatisierte Erstellung, drehen sich die zu beantwortenden Fragen in der Regel um die Details des Datenmodells. Welche Metadaten gehören an welches Element? Welche Metadaten sind optional? Fast alle Expertenfragen beschäftigen sich mit dem VDI-2770-Informationsmodell. Die folgende Grafik gibt Ihnen vorab schonmal einen Überblick.

Visualisierung des VDI-2770-Informationsmodells in Anlehnung an die UML-Grafik in der Richtlinie VDI 2770 auf Seite 59

Wie sind mehrsprachige Dokumente und Sprachvarianten von Dokumenten zu behandeln?

International agierende Unternehmen verwalten ihre Produktinformationen in der Regel in mehreren Sprachen oder haben mindestens die Anforderung, sie in unterschiedlichsten Sprachen auszuliefern. VDI 2770-Pakete bilden die Sprach­abhängigkeit der Dokumente in einem entsprechenden Pflichtmetadatum ab.

Die Sprache muss für jede Dokumentversion angegeben werden. Wenn innerhalb eines Dokuments Inhalte in unterschiedlichen Sprachen vorkommen, sind alle enthaltenen Sprachen für das Dokument anzugeben. [vgl. VDI 2770, S.26]

Wenn für jede Sprache ein eigenes Dokument vorhanden ist, müssen die Metadaten vollständig für jedes Dokument (bzw. Dokumentversion) übergeben werden. Das Hauptdokument enthält in diesem Fall pro Sprachvariante eine Zeile. Das Hauptdokument selbst kann ebenfalls in mehreren Sprachen vorliegen.

Beispiel-Hauptdokument mit 5 Dokumenten. Ein Dokument enthält Inhalte in Deutsch, Englisch und Französisch. Ein anderes Dokument gibt es in jeweils einer Versionen für jede Sprachen

Übersetzungen von Dokumenten können leicht zugeordnet werden, wenn diese bidirektional über eine Beziehung (DocumentRelationship) verknüpft sind. Für die Typisierung der Beziehung gibt es die Werte „TranslationOf“ und „Affecting“.

Wie geht die VDI 2770 mit Dokumentversionen um?

Vielleicht ist Ihnen die Dokumentversion bereits im Hauptdokument in der Abbildung ins Auge gestochen. Das Datenmodell der VDI 2770 kennt neben Dokumenten auch Dokumentversionen.

Die klassifizierenden Metadaten wie die Dokumentart werden auf der Dokument-Ebene vergeben. Für jedes Dokument muss mindestens eine Dokumentversion vorhanden sein. An der Dokumentversion hängt die tatsächlich physische Datei (DigitalFile). Darüber hinaus werden folgende Metadaten an der Dokumentversion vergeben: [vgl. VDI 2770, S. 25 f.]

  • Sprache (Language)
  • Dokumentbeschreibung (DocumentDescription)
    Die Dokument­be­schrei­bung besteht aus dem Titel (Title), Schlagwörtern (KeyWords) und einer Zusammenfassung (Summary)
  • Status (LifeCycleStatus)
    Der Status kann „InReview“ oder „Released“ sein. Übergeben werden sollen die Dokumente allerdings alle im Status „Released“.
  • Seitenzahl (NumberOfPages)
  • Beteiligte Partein bzw. Organisation inkl. ihrer Rolle (Party mit Role und Organization)
  • Dokumentbeziehung (DocumentRelationship mit Type)

Wie gibt man Equipment-Id und Technische Plätze in VDI-2770-Paketen an?

Wenn Sie Berührungspunkte mit der Wartungsplanung im Anlagenbau haben, sind Ihnen die Begriffe Equipment und Technischer Platz bestimmt bekannt, denn die Begriffe stammen aus dem in der Branche weiterverbreiteten Softwaretool SAP Plant Maintenance.

Ein Equipment ist „ein individueller, körperlicher Gegenstand, der eigenständig instandzuhalten ist. Es kann in eine technische Anlage oder einen Anlagenteil eingebaut sein.“ [Quelle: SAP Help ]. Beispiele für Equipments sind Produktions­mittel, Transportmittel, Prüf- und Messmittel, Fertigungshilfsmittel, Gebäude oder PCs.

Technischer Platz bezeichnet eine „organisatorische Einheit der Logistik, die die instandzuhaltenden Objekte eines Unternehmens nach funktionalen, prozess­orientierten oder räumlichen Gesichtspunkten gliedert. Ein Technischer Platz repräsentiert den Ort, an dem eine Instandhaltungsmaßname durchzuführen ist.“ [Quelle: SAP Help ]

Die VDI 2770 enthält für Equipments und den Technischen Platz keine eindeutige Stelle. Es gibt zwar auf der Ebene des ReferencedObject zwei durch die Richtlinie vorgesehene Felder, allerdings sind die Begriffe in der Norm nicht eindeutig definiert und haben die Anforderungen aus der Praxis bisher nicht erfüllt.

Details des VDI-2770-Informatiosmodells zur Angabe des ReferencesObjects

In unseren bisherigen Projekten war die EquipmentId der instanzielle Produktbezug. Dieser kann aber nur über die ObjectId Validierungskonform abgebildet werden. Um die Werte nicht mehrfach als ObjectId und als EquipmentId eingeben zu müssen, fiel die Entscheidung darauf, einen eigenen RefType für die EquipmentId einzuführen.

Der RefType gibt an, um welchen Indentifikatortyp es sich handelt. Die Richtlinie nennt einige RefType als Beispiele, z. B. Bestellnummer, ID des Produkttyps oder ID nach DIN SPEC 91406. Die Liste ist keine geschlossene Liste (Enumeration) und kann erweitert werden [Quelle: VDI 2770, S. 59].

Für den Technischen Platz wurden ebenso verfahren, da auch dieser für bestimmte Dokumente den eineindeutigen Produktbezug darstellt.

Informationsmodell für den Produktbezug eines Hauptdokuments

Was sind Prüfsummen und wozu sind sie gut?

Mithilfe von Prüfsummen lässt sich die Integrität von Informationen überwachen. Dabei wird für die Daten eine Prüfsumme errechnet. Wird der Inhalt verändert, verändert sich auch die Prüfsumme. Vergleicht man die Werte z. B. vor und nach dem Hoch- oder Herunterladen, kann man Veränderungen feststellen. Identische Inhalte führen zu identischen Prüfsummen.

Sowohl für die Dokumentcontainer als auch für die Dokumentationscontainer können Prüfsummen berechnet werden [Quelle: VDI 2770, S. 33]. Ob unter­schiedliche Pakete identische Dokumentcontainer enthalten oder ein Dokument­container nachträglich verändert wurde, lässt sich so einfach anhand der Prüfsummen ermitteln. Die Angabe der Prüfsummen ist optional.

Prüfsummen für Dokumentationscontainer und Dokumentcontainer

Die errechneten Prüfsummen können logischerweise nicht gleichzeitig Inhalt des Pakets sein. Die Prüfsummen sind separat zu übermitteln. In welcher Form? Dazu sind laut Richtlinie Abstimmung zwischen Sender und Empfänger (also zwischen Lieferanten und Kunden) zu treffen.

PDF als obligatorische Dateiformat – aber welches genau?

Neben Fragen zum Metadatenmodell gibt es auch immer wieder Nachfragen zu den erlaubten Dateiformaten. Um einen dauerhaften, digitalen Zugriff, sprich Darstellbarkeit und Durchsuchbarkeit der Dokumente zu gewährleisten, schreibt die VDI 2770 vor, dass alle Dokumente mindestens im PDF/A-Format vorliegen müssen.

Aber PDF/A ist nicht gleich PDF/A. Es gibt unterschiedliche Versionen dieses für die Langzeitarchivierung konzipierten Formats. Die Anforderungen des Standards sind in der folgenden Tabelle gelistet. Priorität 1 ist die empfohlene und zu bevorzugende Version. [Quelle: VDI 2770, S.30 f]

Priorität PDF-Formate Erläuterung
1 PDF/A-2a,
PDF/A-3a
PDF/A-2 und PDF/A-3 basieren auf PDF 1.7, das als ISO 32000-1 normativ festgelegt ist.
2 PDF/A-1a Das Dateiformat von PDF/A-1 basiert auf PDF 1.4, welches nicht genormt ist. Das PDF/A-1-Dateiformat unterstützt keine Transparenz bei Bildern, was zur Folge hat, dass transparente Hintergründe schwarz dargestellt werden und somit die Anforderung der korrekten Darstellung gegebenenfalls nicht erfüllt wird.
Ausnahme für Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen (Kategorie 02-04) PDF/A-1b, PDF/A-2b, PDF/A-2u, PDF/A-3b, PDF/A-3u Dokumenten mit der Dokumentkategorie 02-04 Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen sind häufig eingescannte Papierdokumente. Die Inhalte sollten trotzdem durchsuchbar sein. Ggf. über separat bereitgestellten Text.
Verboten Containerfunktion von PDF/A-2 und PDF/A-3 Nicht verwenden!

Und wie erstellt man die Formate? In den gängigen Office- und DTP-Programmen können bei der PDF-Produktion unterschiedliche Optionen ausgewählt werden. Für Inhalte aus Content-Management-Systemen muss die Transformation entsprechend in der Publikationsstrecke berücksichtig werden. Tools zur Erzeugung von VDI-2770-Paketen, wie die plusmeta-Plattform, können die Konvertierung in das korrekte PDF/A-Format ebenfalls automatisch vornehmen.

Wie kann man konforme Pakete automatisiert erstellen?

Die richtigen Pakete zu packen kann von Hand ganz schön aufwendig sein. Zum Glück gibt es Tools wie plusmeta! In plusmeta unterstützt Sie Künstliche Intelligenz bei der Vergabe der richtigen Metadaten und die Pakete werden automatisiert generiert.

Wie Sie in plusmeta mit KI-Unterstützung im Handumdrehen erstellen, zeigen wir Ihnen im dritten Teil unserer Blogserie. Wenn Sie den nächsten Blogartikel nicht abwarten wollen, zeigen wir Ihnen plusmeta und die automatisiere VDI-2770-Paketgenerierung auch gerne vorab schon in einer unverbindlichen Demo.

Wir haben Ihre Frage zur VDI 2770 nicht beantwortet? Schreiben Sie uns eine E-Mail an hallo@plusmeta.de!

Metadaten - Endlich eine einfache Definition!

Melina Kininger von

Metadaten Definition

Metadaten – ein Wort das viele Fragen aufwirft. Doch gerade im Fachbereich der Technischen Dokumentation wird es sehr schwer, um dieses Wort einen Bogen zu machen. Aber was sind Metadaten eigentlich genau und für was werden sie eingesetzt?

Metadaten – Die Definition dahinter

Metadaten sind Daten, die einem Informationsprodukt angehängt werden. Sie geben beispielsweise Auskunft über den Inhalt, den Verfasser und sonstige Daten, die wichtig sind. Metadaten bestimmen damit die Position des Informationsprodukts im Informationsraum.

Dabei ist die Größe des Informationsprodukts egal. Sowohl eine fertige Betriebsanleitung als auch ein einzelner Absatz kann mit Metadaten ausgestattet werden.

Metadaten sind wie Etiketten

Stell Dir Metadaten wie Etiketten vor, die in einem Laden auf einen Computer geklebt werden. Jedes Etikett ist dabei ein Metadatum, welches den Computer beschreibt. Auf dem einen steht die Marke und auf einem anderen der Preis. Und dann gibt es noch ganz viele weitere Etiketten mit sonstigen wichtigen Daten. Anhand dieser Etiketten siehst Du schnell, ob der Computer etwas für Dich ist.

Genauso so ist es auch in der Technischen Dokumentation. Auch hier werden den Informationsprodukten Etiketten angehängt - die sogenannten Metadaten. Sie geben dabei Auskunft über das Informationsprodukt selbst und dessen Inhalt.

Metadaten

Ein Anwendungsfall für Metadaten

Wenn Du eine Betriebsanleitung über die Baureihe A1 schreiben möchtest und es in Deinem Unternehmen bereits andere Inhalte zu dieser Baureihe A1 gibt, können Dir Metadaten viel Arbeit ersparen.

Denn mit Hilfe von Metadaten musst Du nicht jedes einzelne vorhandene Informationsprodukt durchgehen, bis Du Hinweise auf die Baugruppe findest, zu der es gehört. Du musst lediglich auf die Metadaten des Informationsprodukts schauen. So siehst Du auf den ersten Blick, welches Informationsprodukt zur Baureihe A1 gehört und damit für Dich hilfreich sein könnte. Ganz schön praktisch, findest Du nicht auch?

Natürlich suchen Technische Redakteure meist nicht von Hand nach den Informationsprodukten. Gerade wenn sich bereits viele Informationsprodukte angehäuft haben, wird meist mit einem Content-Management-System gearbeitet. Ein solches System ermöglicht es, Informationsprodukte sinnvoll zu verwalten und zu erstellen. Aber wenn die richtigen Metadaten fehlen, können die Vorteile dieser Systeme nicht ausgenutzt werden.

In der Technischen Dokumentation nicht wegzudenken

Gerade wenn Unternehmen eine Vielzahl an Informationsprodukten haben, werden Metadaten immer wichtiger. Hättest Du Lust Dich durch einen ganzen Berg an Dokumenten zu wühlen, nur um diese eine Betriebsanleitung zu finden?

Auch für moderne Anwendungen werden Metadaten immer öfter gebraucht. So legen sie beispielsweise den Grundstein für Dokumentations-Apps, Service-Assistenten und automatisierte Industrie 4.0-Prozesse.

Metadaten sind so wichtig, dass sich ganze Normungsgremien damit beschäftigen: Es gibt es verschiedene Standards, die sich mit Metadaten beschäftigen. Einer davon ist der Standard iiRDS.

Metadaten sind also das Salz in der Suppe in der Technischen Dokumentation und damit nicht mehr wegzudenken.

Metadaten next Level

Du willst Deine Informationsprodukte auf das nächste Level heben und direkt Metadaten vergeben? Dann sind wir der richtige Ansprechpartner für Dich! Mit unserer plusmeta-Plattform kannst du nämlich automatisiert Metadaten mithilfe von Künstlicher Intelligenz vergeben.

Falls Du Deine Informationsprodukte bereits in dem Content-Management-System SCHEMA ST4 verwaltest, könnte der ST4 AI Cube interessant für Dich sein. Dieser hilft Dir nämlich bei der Vergabe von Metadaten in SCHEMA ST4. Wie das Ganze funktioniert, erklären wir Dir in diesem Blog-Beitrag.

Worauf wartest Du noch?

Bist Du bereit Metadaten zu vergeben? Dann schau doch auf unserer Website vorbei oder schreib uns eine Mail an hallo@plusmeta.de. Wir freuen uns auf Dich!

Falls Du noch mehr spannende Themen rund um die Technische Dokumentation entdecken willst, schau Dich auf unserem Blog um. Es warten viele spannende Themen auf Dich!

FAQs zur VDI-2770-Richtlinie

Eva-Maria Meier von

Abschlussarbeiten bei plusmeta

Seit der Richtlinienveröffentlichung im April 2020 haben wir mit unseren Kunden schon einige Projekte zu dem Thema bearbeitet. „Für wen lohnt sich das eigentlich?“, „Was muss unbedingt drin sein im Paket?“, „Wie geht man mit Dokumenten um, die in mehrere Dokumentkategorien passen?“ waren Fragen, die uns dabei immer wieder begegnet sind. Vielleicht haben Sie sich die ein oder andere Frage auch schon gestellt?

Diese und viele weitere Fragen zur VDI-2770-Richtlinie beantworten wir Ihnen in unserer neuen Blogserie. In diesem ersten Teil geht es um die Basics der Richtlinie. Im zweiten Teil beantworten wir komplexere im Projektverlauf aufkommende Fragen und im dritten Teil erfahren Sie, wie Sie VDI-2770-Pakete in plusmeta mit KI-Unterstützung im Handumdrehen erzeugen.

Was ist die VDI-2770-Richtlinie?

Die VDI-Richtlinie 2770 beschreibt ein Austauschformat, das effizientes Zusammenführen umfangreicher Dokumentation aus unterschiedlichen Quellen ermöglicht. Das zugrundeliegende Konzept aus einem Containerformat und einem Metadatenmodell bildet die Basis für einen funktionierenden digitalen Informationsaustausch.

Der vollständige Name der Richtlinie lautet VDI 2770 - Blatt 1: „Betrieb verfahrenstechnischer Anlagen - Mindestanforderungen an digitale Herstellerinformationen für die Prozessindustrie – Grundlagen“.

Für wen lohnt sich die VDI-2770?

Prozessindustrie

Die Richtlinie adressiert zunächst – wie in ihrem Namen ablesbar – die Prozessindustrie. Wenn komplexe Anlagen erneuert, erweitert oder verändert werden, müssen die Produktinformationen von teilweise hunderten unterschiedlichen Apparaten bzw. Equipments zusammengeführt werden.

Entlang des gesamten Produktlebenszyklus müssen die richtigen Informationen abrufbar sein. Werden z. B. Teile in der Anlage ausgetauscht, muss auch die zugehörige Dokumentation aktualisiert werden. Gesetzliche Vorgaben und daraus resultierende Audits zur Prüfung der Sicherheit können es erforderlichen machen, dass sogar das Materialzeugnis einer einzelnen Schraube nachzuweisen ist. Das entsprechend notwendige Dokumentenmanagement kann ganze Projektteams über Tage beschäftigen.

Das Konzept der VDI-2770-Richtlinie verspricht, durch die eindeutige, maschinenlesbare Zuordnung und Klassifizierung der Dokumente diese Herausforderungen anzugehen.

Zulieferer der Prozessindustrie

Zulieferer der Prozessindustrie müssen damit rechnen, dass die Dokumentation zu den gelieferten Produkten als VDI-2770-Paktekete gefordert sein wird. Dieser Umstand ist jedoch nicht nur Herausforderung, sondern auch eine Chance: Wenn Sie unterschiedliche Unternehmen beliefern, ist es einfacher, sich an einen Standard zu halten als zahlreiche individuelle Anforderungskataloge durchzuarbeiten.

Die Inhalte und PI-Klassifikationen aus einem CMS werden in vier Schritten zu iiRDS-Paketen.

Was ist drin im VDI-2770-Paket?

Schauen wir uns so ein VDI-2770-Paket doch einmal genauer an. Die Grafik zeigt alle wichtigen Aspekte von VDI-2770-Paketen. In den folgenden Abschnitten stellen wird Ihnen diese genauer vor.

Die Grafik zeigt ein VDI-2770-Paket mit der Dokumentation für eine Pumpe. Darin sind weitere VDI-2770-Pakete enthalten für die Obejkte enthalten, aus denen die Pumpe besteht. Auf der untersten Ebene sind die Dokument-Container zu sehen. Sie enthalten jweils das Dokument selbst als PDF/A-Datei und eine XML-Metadaten-Datei. Im Beispiel ist auch die Originaldatei mitgeliefert.

(1) Dokumentcontainer: Eine Klammer für jedes Dokument

Wir beginnen bei einem einzelnen Dokument, einer Betriebsanleitung (BA). Sie steckt als PDF/A-Dokument zusammen mit der Originaldatei („Free“) und einer XML-Metadatendatei in einem Dokumentcontainer. Dieser ZIP-Container bündelt alle Informationen zu einem Dokument, in diesem Fall zur Bedienungsanleitung.

(2) Dateiformat PDF/A für dauerhaften, digitalen Zugriff

Alle Dokumente müssen als PDF/A vorliegen. Dieses Dateiformat stellt sicher, dass die Dokumente langfristig zugreifbar und korrekt darstellbar sind. Die Richtlinie erlaubt nur PDF/A-Formate, bei denen der textuelle Inhalt elektronisch zugreifbar, sprich durchsuchbar ist (z.B. PDF/A-2a und PDF/A-3a). Eine Ausnahme gibt es für Zeugnissen, Zertifikaten und Bescheinigungen (Dokumentenkategorie 02-04). Da diese Dokumente häufig lediglich eingescannte Bildinformationen enthalten, sind weitere PDF/A-Varianten erlaubt. Die Originaldateien (vgl. „Free“ in der Grafik) mitzuliefern, steht den Paket-Erstellenden frei. [Quelle: VDI-2770, S.29 f.]

(3) Alle Metadaten pro Dokument in einer XML-Datei

Pro Dokument sind die Metadaten in einer XML-Datei zu liefern. Ein wichtiges Metadatum ist dabei die Dokumentkategorie. Die enthaltenen Dokumente müssen anhand ihrer Dokumentart und ihres Verwendungszwecks einer der 12 vorgegebenen Dokumentkategorien zugeordnet werden. Zusätzlich ist eine Einordnung nach DIN EN 63551 möglich (DCC – Document Kind Category Code) DIN EN 61355.

Durch Einordnung der Dokumente nach Verwendungszweck sollen die Inhalte leicht zu finden sein. Nach einem Blick auf die Dokumentkategorie ist klar, welche Informationen, in welchem Dokument stecken. Die Kategorien sind nach den typischen Informationsbedürfnissen bei entsprechenden Arbeitstätigkeiten im Produktlebenszyklus abgeleitet. [Quelle: VDI 2770, S. 27 f.]

Codes Dokumentkategorie Beispieldokumente
01-01 Identifikation Elektronischen Typenschild, Foto des Objekts, Hauptdokument
02-01 Technische Spezifikation Datenblatt, Lastenheft, Risikobeurteilung, mitgeltende Regelwerke
02-02 Zeichnungen, Pläne Schnittzeichnung, Explosionszeichnung, 3D-Modell, Wirkschaltplan
02-03 Bauteile Stückliste
02-04 Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen ATEX-Zertifikat, EU-Konformitätserklärung, Werkstoffzeugnis
03-01 Montage, Demontage Montage-Anleitung, Demontage-Anleitung, Aufstellungsplan, Fundamentplan
03-02 Bedienung Nutzungshinweise, Gebrauchsanleitung, Inbetriebnahme-Anleitung
03-03 Allgemeine Sicherheit Allgemeine Sicherheitshinweise
03-04 Inspektion, Wartung, Prüfung Inspektionsanleitung, Wartungsanleitung, Prüfplan, Kalibrieranleitung
03-05 Instandsetzung Reparaturanleitung
03-06 Ersatzteile Ersatzteilliste, Verbrauchsmaterialien
04-01 Vertragsunterlagen Lieferschein, Rechnung, Garantiebestimmung

[Quelle: VDI 2770, S.12]

Verwaltungsbezogene Metadaten werden pro Dokumentversion angegeben, z.B. Versionskennung, Freigabestatus und Sprache. [Quelle: VDI 2770, S. 25f]

Neben der Angabe der Dokumentkategorie ist die Zuordnung der Dokumente zu Objekten ein zentrales Metadatum. Für jedes Objekt muss mindestens ein Objektbezug hergestellt werden. Details dazu verraten wir unter Punkt (5) „Produktbezug“ und weiter unten in einer anderen Frage bzw. Antwort.

(4) Dokumentationscontainer zum Bündeln

Es wird also für jedes Dokument ein Dokumentcontainer erstellt. Anschließend werden alle Dokumentcontainer zu einem Objekt zusammen mit einem Hauptdokument in einem Dokumentationscontainer zusammengefasst. Dieses Hauptdokument wird als eine Art Inhaltsverzeichnis in Form einer XML-Datei und eines PDF/A-Dokuments ausgegeben. Warum das so ist, erfahren Sie weiter unten.

Besteht ein Produkt aus mehreren Teilen, wird die Produktstruktur in verschachtelten Dokumentationscontainern abgebildet. Das Zippen der Dateien erleichtert die Übergabe der gesammelten Dokumente und Metadaten-Dateien. Außerdem können Sie optional die Integrität der Dokumentation prüfen, indem Sie Prüfsummen pro Paket berechnen. So ist jederzeit nachvollziehbar, ob sich ein Paket verändert hat. Gleiche Prüfsumme bedeutet „keine Änderung“ bzw. „gleicher Inhalt“. [Quelle: VDI 2770, S. 31ff]

Die Grafik zeigt ein VDI-2770-Paket bzw. einen Dokumentationscontainer. Dieser enthält weitere Dokumentationscontainer. Auf der untersten Ebene sind Dokumentcontainer zu finden.

(5) Worum geht’s? - Produktbezug

Damit Informationen gezielt abrufbar sind, braucht jedes Dokument einen Bezug zum Produkt. Alle Dokumente zu einem Produkt bzw. zu einem Produktbestandteil (beides „Objekt“ laut Richtline) werden ebenfalls in einem Dokumentationscontainer geklammert und dem Produkt zugeordnet.

Besteht ein Produkt aus mehreren Bestandteilen, enthält auch der entsprechende Dokumentationscontainer dieselbe Struktur und entsprechende Unterpakete (untergeordnete Dokumentationscontainer). Durch die Analogie im Aufbau ist es möglich, Veränderungen am Produkt direkt in die Dokumentation zu übertragen. Werden einzelne Teile des Produkts ausgetauscht oder verändert, können die dazugehörigen Dokumentationscontainer ebenfalls ausgetauscht oder aktualisiert werden. [Quelle: VDI 2770, S. 26f]

(6) Hauptdokumente sorgen für den Überblick

Jedes Paket muss ein Hauptdokument als Inhaltsverzeichnis in Form eines PDF/A-Dokuments und einer XML-Datei mitbringen. In diesen Hauptdokumenten sind die jeweiligen Unterpakete aufgeführt. Eine Besonderheit von Hauptdokumenten ist, dass sie nur genau einem Objekt zugeordnet sein dürfen. [Quelle: VDI 2770, S. 20]

Das Hauptdokument liegt zum einen als für Menschen gut lesbares PDF/A vor (vgl. Beispiel in der Grafik unten), zum anderen sind die gleichen Informationen in der maschinenlesbaren XML-Datei auf derselben Ebene zu hinterlegen.

Das Beispiel zeigt ein Hauptdokument mit 5 Einträgen.

Nicht alles ist geregelt

Die Inhalte, das Änderungsmanagement sowie die Vollständigkeit und die Richtigkeit der Dokumente selbst werden nicht von der Richtlinie behandelt. [Quelle: VDI 2770, S.5]

Was macht man mit Dokumenten, die nicht eindeutig zu EINER Dokumentkategorie passen?

Die Richtlinie sieht vor, dass jedes Dokument entsprechend seinem Inhalt, seiner Art und seiner Bedeutung einer Dokumentkategorie zugeordnet wird [Quelle: VDI 2770, S.11].

In der Praxis enthalten Dokumente oft Informationen aus mehreren Dokumentkategorien, z.B. enthalten Betriebsanleitungen Technische Daten (02-01 Technische Spezifikation), Informationen zur Montage oder Inbetriebnahme (03-01 Montage, Demontage) sowie zur Störungsbehebung (03-05 Instandsetzung).

Zwei Lösungsansätze sind möglich: Entweder man zerlegt das Ausgangsdokument und erstellt daraus Dokumente für jeweils eine Dokumentkategorie. Oder man nutzt die in der Richtlinie beschriebene Möglichkeit, in Ausnahmefällen mehrere Dokumentkategorien zu einem Dokument zuzuweisen.

Wir sind gespannt, welches Vorgehen sich in der Praxis etablieren wird. Aktuell scheint der Trend eindeutig zum Zuweisen mehrerer Dokumentkategorien zu gehen.

Wie stellt VDI-2770 die Verbindung zwischen den Dokumenten und den Produkten sicher?

Das Datenmodell enthält für die Objektbeziehung mehrere Wege. Grundsätzlich werden Objekttyp-Bezüge und Bezüge auf individuelle Objekte unterschieden. Ein Objekttyp-Bezug kann z. B. über eine Bestellnummer, eine Produktnummer oder eine EAN (European Article Number), angegeben werden. Der Wert bezieht sich dabei immer auf eine Reihe von Objekten.

Beim Bezug zu individuellen Objekten werden die Dokumente exakt einem realen Objekt zugeordnet: Seriennummern oder IDs bzw. URI entsprechender der DIN SPEC 91406 geben solche instanziellen Produktbezüge an. Ein Objekt kann auch durch mehrere IDs identifiziert werden, z. B. über die Seriennummer des Herstellers und die Equipment-ID des Anlagenbetreibers. Mindestens eine der IDs muss auf dem Produkt direkt zu finden sein. Idealerweise auf dem Typenschild oder in dessen unmittelbarer Umgebung [Quelle: VDI 2770, S. 26].

Die Grafik zeigt ein VDI-2770-Paket, das einen instanziellen Bezug zu einem einzelnen Pumpenkörper hat. Ein Dokumentcontainer in dem Paket bezieht sich dagegen auf mehrere Produkte einer Serie.

Für die Hauptdokumente und damit auch für alle Objekt-Pakete (bzw. Dokumentations-Container) gilt eine Einschränkung: Sie dürfen jeweils nur für ein individuelles Objekt gelten. Das hat in voller Konsequenz ganz schön viele Container zur Folge. Liefert man 500 Produkte aus einer Serie an ein Unternehmen, müssen auch 500 VDI-2770-Pakete mit identischen Dokumenten geliefert werden.

Was aus Redakteur:innen-Sicht nach jeder Menge Overhead und redundanten Daten klingt, ist der Kern des Konzepts und Schlüssel für die eindeutige Zuordnung. Die meisten Unternehmen werden die Mehrfachdatenhaltung durch intelligente Verwaltung in Produkt- oder Enterprise Management Systemen ausgleichen. Der Standard soll aber auch ohne eine solche Unterstützung funktionieren.

Wie Sie die für die Prozessindustrie typischen Angaben zu Technischen Plätzen und Equipments in VDI-2770-Paketen angeben können, erfahren Sie im zweiten Teil unserer Blogserie.

Wie tief soll man die VDI-2770-Pakete schachteln?

VDI-2770-Pakete folgen in ihrem Aufbau der Produktstruktur. Ein „Objekt“ definiert die Richtlinie als eine „Betrachtungseinheit, die in einem Prozess der Entwicklung, Realisierung, des Betriebs und Entsorgung behandelt wird“ [Quelle: VDI 2770, S.9].

Ein Objekt kann aus anderen Objekten zusammengesetzt sein. Objekte im Sinne der Richtlinie sind z. B. Bauteile, Baugruppen, Apparate, Kraft- und Arbeitsmaschinen oder ganze technische Anlagen [Quelle: VDI 2770, S. 4].

Was Unternehmen als Bauteil betrachten, kann unserer Erfahrung nach unterschiedlich ausfallen. Dementsprechend sind wir gespannt, wie sich die Umsetzung in der Praxis entwickelt. In unseren Projekten war meist pragmatisches Vorgehen mit eher flachen Strukturen gefragt.

Wie erstellt man ein VDI 2770 Paket?

Natürlich mit plusmeta! 😊 Unsere eigenentwickelte KI unterstützt Sie dabei, die passenden Dokumentenkategorien zu finden und den eindeutigen Produktbezug der Dokumente herzustellen. Die eingebaute Validierung stellt sicher, dass alle geforderten Daten vorhanden sind. Ein standardkonformes Paket mit der entsprechenden Struktur und den geforderten Metadaten sowie Übersichtsdokumenten generiert plusmeta innerhalb von Sekunden.

Wie das aussieht, zeigen wir Ihnen gerne in einer Demo. Weitere Informationen zu VDI 2770 finden Sie außerdem auf unserer Webseite.

Auch andere Standardformate zum digitalen Datenaustausch erstellen Sie mit plusmeta im Handumdrehen, z. B. iiRDS Pakete. Wie das geht, lesen Sie hier. Wenn Sie mehr über das Zusammenspiel von iiRDS und VDI 2770 erfahren wollen, empfehlen wird Ihnen diesen Blogbeitrag.

Wir haben Ihre Frage zu VDI-2770 nicht beantwortet? Schreiben Sie uns eine E-Mail an hallo@plusmeta.de!

So sieht eine Abschlussarbeit bei plusmeta aus!

Melina Kininger von

Abschlussarbeiten bei plusmeta

Vier Monate hatte ich auf diesen Moment hingearbeitet. Dann war es so weit: Vor etwa einem Monat habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben. plusmeta stand mir während meiner Bearbeitungszeit mit Rat und Tat zur Seite. Und das nicht nur bei mir: plusmeta hat in den letzten beiden Jahren verschiedenste Studenten beim Schreiben ihrer Abschlussarbeiten unterstützt.

In diesem Beitrag gebe ich Dir einen Einblick in diese Abschlussarbeiten und erzähle Dir, was Dich erwartet, wenn auch Du Deine Abschlussarbeit bei uns schreibst.

Meine Abschlussarbeit bei plusmeta

Zunächst möchte ich Dir etwas über meine Abschlussarbeit erzählen: Begonnen hat alles mit meiner Freude an informativen Blogs und dem Ziel, Teil eines Start-ups zu sein. Ich wollte meine Abschlussarbeit in keinem großen Unternehmen schreiben. Mir war es wichtig, dass meine Arbeit geschätzt wird und dem Unternehmen wirklich etwas nützt. Zudem war plusmeta bei der Themenwahl offen und ich konnte meine eigenen Vorstellungen einbringen.

Auch die Software, die plusmeta anbietet, fand ich sehr interessant - gerade als Studentin des Studiengangs Kommunikation und Medienmanagement. In meinem Studium ging es in vielen Vorlesungen und Projekten nämlich um das Thema Metadaten. Als ich las, dass die plusmeta-Plattform genau diese Metadaten automatisch vergeben kann, war für mich klar: Ich möchte meine Abschlussarbeit bei plusmeta schreiben.

Darum gings

Du fragst Dich jetzt bestimmt, welches Thema mich die darauffolgenden vier Monate beschäftigte. Meine Arbeit drehte sich nicht direkt um die plusmeta-Plattform - was manch einer vielleicht vermutet hätte. Ich wollte mich in meiner Bachelorarbeit viel mehr darauf konzentrieren, das Unternehmen bekannter zu machen.

Wie ich Dir bereits erzählt habe, liebe ich informative Blogs. Dieses Interesse wollte ich in meine Abschlussarbeit miteinbringen. Meine Arbeit sollte sich daher um ein Marketing-Instrument drehen, das eine große Wirkung hervorrufen kann und von dem nicht nur das Unternehmen profitiert. Die Rede ist von einem Corporate Blog.

Dabei stellte ich mir in meiner Abschlussarbeit folgende Frage: Welche Aspekte sind relevant und müssen beachtet werden, damit ein Leser letztendlich zum Kunden wird und das Content-Marketing über einen Blog erfolgreich ist? Das erarbeitete Wissen habe ich dann in einem Schreibkonzept für diesen Blog umgesetzt.

Und jetzt rate mal, was die Basis für zukünftige Blog-Beiträge darstellt? Genau, mein Schreibkonzept! Ich persönlich finde es ganz schön cool zu wissen, dass meine Arbeit Früchte trägt und plusmeta davon profitieren kann.

Endlich geschafft!

Obwohl mir die Abschlussarbeit Spaß machte, war ich doch ziemlich erleichtert, als ich das Ganze hinter mir hatte. So war es ein pures Glücksgefühl für mich, die Bachelorarbeit über den Tisch des Sekretariats der Hochschule zu schieben.

Melina mit ihrer Abschlussarbeit

Das Beste aus zwei Welten

Neben der großen Unterstützung, die ich jeden Tag vom gesamten Team bekam, konnte ich auch einen Einblick in die Arbeit bei plusmeta bekommen. Meine Abschlussarbeit habe ich nämlich mit einer Werkstudentenstelle kombiniert. So hatte ich das Beste aus zwei Welten. Ich konnte meine Bachelorarbeit schreiben, gleichzeitig Praxiserfahrung sammeln und noch Geld verdienen.

Unterstützung auch bei weiteren Abschlussarbeiten

Aber jetzt genug von meiner Abschlussarbeit! Dich interessiert bestimmt, in welchem Rahmen sich die anderen Abschlussarbeiten bewegten, die von plusmeta unterstützt wurden. Die Abschlussarbeiten wurden zwar nicht direkt bei uns geschrieben, jedoch haben wir mit den Studenten ausführliche Fachgespräche geführt und ihnen den kostenfreien Zugang zu unserer Software ermöglicht.

Im Gegensatz zu meiner Bachelorarbeit, beschäftigten sich die anderen Arbeiten direkt mit der plusmeta-Plattform. Ein wichtiger Bestandteil aller Abschlussarbeiten: Metadaten. Die Themen reichten dabei von der Entwicklung eines Metadatenkonzepts auf Basis von iiRDS bis hin zur metadatenbasierten Dokumenterstellung.

Damit Du eine bessere Vorstellung über den Inhalt der Abschlussarbeiten bekommst, möchte ich Dir einen kleinen Einblick in drei von ihnen geben:

Dokumentationserstellung auf Basis von Metadaten

Lisa Geiger beschäftigte sich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit mit metadatenbasierter Dokumenterstellung. Hierzu betrachtete sie die Nutzung „intelligenter Inhalte“ zur Erstellung von kundenspezifischen Dokumenten. Diese Inhalte meinen hierbei modularisierte und mit Metadaten angereicherte Texteinheiten, die zu größeren Strukturen zusammengebaut oder als kompakte Einzelmodule abgerufen werden können.

Zunächst führte sie eine Literaturrecherche durch, in welcher verschiedene Methoden zur Metadatenvergabe diskutiert wurden. Im nächsten Schritt testete sie die automatische Metadatenvergabe für Inhalte aus einem ABB-Betriebshandbuch. Und rate mal mit welcher Software sie das tat. Na klar, mit plusmeta!

Intelligente Informationen für die Halbleiterindustrie

Eine weitere Abschlussarbeit drehte sich ebenfalls um intelligente Inhalte, genauer gesagt um intelligente Informationen. Lena Padeken, übrigens auch eine treue Blog-Leserin, entwickelte ein Metadatenkonzept basierend auf dem Standard iiRDS. Erstellt wurde das Metadatenkonzept für ein Halbleiterunternehmen.

Aus dieser anfänglichen Aufgabenstellung entwickelte Lena ein ontologisches Metadatenmodell. Dieses verknüpfte sie dann in plusmeta durch die automatische Metadatenerkennung mit dem Content.

Das Ergebnis der Masterarbeit zeigt unter anderem die Vorteile der standardisierten Metadatenvergabe und die vielfältigen Möglichkeiten der Content-Darstellung. Darüber hinaus gibt die Masterarbeit Anreize für die Nutzung und Weiterentwicklung von iiRDS.

Entwicklung eines topic-basierten Handbuchs

Die dritte Abschlussarbeit, die ich Dir vorstellen möchte, steht erst in den Startlöchern. Maximilian Neidhart entwickelt in seiner Abschlussarbeit ein topic-basiertes Handbuch anhand des CoSMOS-Modells für eine Publikation in einem Content-Delivery-Portal. Dieses CoSMOS-Modell wurde von Jan, dem Geschäftsführer von plusmeta, in seiner Doktorarbeit entwickelt.

plusmeta möchte Maximilian nutzen, um die Ergebnisse der automatischen Metadatenvergabe mit der einer manuellen Metadatenvergabe zu vergleichen. Dabei soll mit der plusmeta-Plattform ein semantisches Netz aufgebaut werden.

Tolles Feedback

Uns macht es große Freude mit unserem Know-how und der plusmeta-Plattform die Forschung zu unterstützen. Da freut es uns umso mehr, wenn wir tolles Feedback von den Studenten erhalten.

Lena sagte über die Zusammenarbeit mit uns: „Bei allen weiteren Fragen habe ich immer eine schnelle und hilfreiche Antwort erhalten. Auch vor ausschweifenden Fachgesprächen ist plusmeta nicht zurückgeschreckt. Somit möchte ich mich für die gemeinsame Zusammenarbeit und die hilfreichen Beiträge bedanken!“

Auch über das Feedback von Lisa freuten wir uns sehr: „Für mich war eure Unterstützung sehr wichtig für das Gelingen meiner Masterarbeit. Ihr habt euch für mich als Neuling auf dem Gebiet der automatisierten Metadatenvergabe sehr viel Zeit genommen und mir eure Software-Funktionalitäten ausführlich erklärt.“

Abschlussarbeit bei plusmeta - Das erwartet dich

Bei plusmeta eine Abschlussarbeit zu schreiben heißt, die Arbeit in einem jungen und dynamischen Team kennenzulernen. Neben einem Arbeitsplatz erhältst Du alle nötigen Dinge, die Du für die Arbeit brauchst. Auch für Nervennahrung ist im plusmeta-Büro gesorgt.

plusmeta-Team unterstützt bei Abschlussarbeiten

Das gesamte Team steht Dir vor und während des Bearbeitungszeitraums zur Seite. In regelmäßigen Besprechungen werden Dein Fortschritt und aufkommende Fragen geklärt. Dabei profitierst Du von der akademischen Erfahrung des plusmeta-Teams. Der Großteil unseres Teams hat nämlich einen Bachelor- oder Masterabschluss. Jan kann sogar einen Doktortitel sein Eigen nennen.

Damit behaupte ich einfach mal, dass man bei plusmeta als Student bestens versorgt ist - und ich spreche aus Erfahrung :wink: .

Deine Abschlussarbeit bei uns

Falls auch Du an einer Bachelor- oder Masterarbeit bei uns interessiert bist, dann Ohren gespitzt: Wir sind stets offen für neue Abschlussarbeiten - egal ob sie direkt bei uns im Unternehmen geschrieben werden oder wir Dich mit Informationen zu unserer Software oder einem Testzugang unterstützen können.

Melde Dich gerne bei uns! Gemeinsam klären wir Deine Vorstellungen und unseren Bedarf ab. Vielleicht hältst auch Du bald Deine Abschlussarbeit mit unserem Logo auf dem Deckblatt in der Hand.

Wir freuen uns auf Deine Mail an jobs@plusmeta.de.